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Einzigartiges Ronda

Durch die einzigartige Lage an der Kante eines Hochplateaus und ihre maurische Altstadt ist Ronda eines der beliebtesten Reiseziele Spaniens.

122 Kilometer von Malaga entfernt, liegt Ronda inmitten der bizarren und fast unwirklichen Berglandschaft Serrania de Ronda. Nach einem Labyrinth enger Bergstraßen ist niemand vorbereitet, wenn an einem 120 Meter tiefen Abgrund plötzlich die unglaubliche Stadt Ronda auftaucht. Selbst der Dichter Rainer Maria Rilke versichert nachdrücklich, es gebe in Spanien keine Stadt die überraschender wäre als Ronda.

Das größte unter den „weißen Dörfern“ Spaniens ist eben bekannt durch seine geographisch hervorstechende Lage: Die maurisch geprägte Altstadt, La Ciudad, liegt auf einem rundum steil abfallenden Felsplateau und ist vom jüngeren Stadtteil, El Mercadillo, durch eine knapp 100 Meter tiefe, vom Rio Guadalevín gebildete Schlucht, getrennt. Überspannt wird der Abgrund von drei Brücken, der Puente Arabe (Arabische Brücke), der Puente Viejo (Alte Brücke) und der bekanntesten, der im 18. Jahrhundert erbauten, Puente Nuevo (Neue Brücke). Das ganze Jahr kommen Neugierige hierher, aber besonders in den Sommermonaten suchen die Strand-Touristen von den Urlaubsorten an der Costa del Sol die Ruhe und den Zauber des malerischen Rondas.

Sehenswert sind in der "geträumten Stadt", wie Rilke Ronda nannte, vor allem die Baños Arabes (Arabische Bäder), die Paläste Casa del Gigante und der Palacio de Mondragon (mit dem Stadtmuseum, „Museo Municipal“, schön erhaltenen Innenhöfen und einem Garten in maurischem Stil), und einige kleinere Gebäude, wie das frühere Minarett Alminar de San Sebastian. In der Casa del Rey Moro, dem "Haus des Maurenkönigs" mit einer in Europa einzigartigen Gartenarchitektur, kann man über in den Fels geschlagene Treppen – La Mina Árabe – bis hinunter in den Tajo de Ronda steigen. Urlauber, die der Hitze am Strand entfliehen wollen, empfängt eine angenehme Sommertemperatur.

Außer dem außerordenlichen Standort Rondas ist wenig bekannt über die frühe Geschichte Rondas. Seine priveligierte Situation, unter dem Schutz des Tajo mit mehr als 500 Metern natürlichen Grabens und und seiner enormen Tiefe, haben es in eine Stadt mit mehr als 3000 Jahre Geschichte und in eines der am besten erhaltenen und wichtigsten Denkmalsgruppe Spaniens verwandelt. Sicherlich ist Ronda eine der ältesten Städte Spaniens. Archäologischen Funden zufolge liegt der Ursprung Rondas in der neolithischen Zeit. Dennoch ist anzunehmen, dass in dieser Region viel früher Menschen lebten. Deutliche Hinweise dafür findet man in den Lagerstätten in verschiedenen Höhlen, unter denen die Höhle von La Pileta mit ihreren Höhlenmalerein aus der Paläolithischen Zeit sicherlich die bekannteste in ganz Andalusien ist.

Ronda, ist nicht allzu groß, und dennoch ist es zurecht eines der meistbesuchtesten Städte Spaniens. Die spanische Perle im Süden Spaniens, die zur Provinz Malaga gehört und im okzidentalen Andalusien gelegen ist, bietet so ziemlich alles was das Herz begehrt in unmittelbarer Reichweite: die Plaza de Toros, der Wallfahrtsort des Stierkampfs, in dem die berühmte Torero-Dynastie Romero ihre Schule mit Capa, Muleta und Espada begründet hat, unzähligen Tapa-Bars und Restaurants andalusischer Küche, die Altstadt mit der maurischen Stadtmauer, der Einkaufsboulevard des Mercadillos, Museen und Monumente - alles ist zu Fuß und ohne Auto erreichbar. Ronda, die Stadt von "Carmen", der bekannten Oper von Bizet, ist Ausgangspunkt für viele Unternehmungen, Wanderungen und Besuche im Umland der fruchtbaren Vega, ein für andalusische Verhältnisse überaus grünes Spanien.